Deutsche blutige Nasen über Taipeh – die JETS verteidigen unsere Freiheit fern vom Hindukusch (?)

Gesucht werden ORTSKRÄFTE in Taipeh und Umgebung, die es unseren Piloten so richtig deutsch gemütlich machen, bevor sie von Jägern mit dem ROTEN STERN vom fernöstlichen Himmel geholt werden!!!

RICARDA über Taipeh
Sind das die Großeltern von A. und R. ?

Ein schlimmer Traum, aber Annalena und Ricarda wollen wirklich Krieg !!!

ANNALENA über Tipeh

Der REALE KRIEG – Es ist ein Element ihrer NEUEN WELTORDNUNG !!! (FAZ von heute)

Man hat sogar ein neues Wort erfunden in den Kneipen und Pubs, die unsere beiden Studienabbrecher***INNEN jahrelang so fleißig frequentierten:

RULE-BASED-WORLD-ORDER !

Ich glaube nicht, dass die Beiden so genau wissen, was sich hinter diesem Ungetüm verbirgt. Aber das wissen sie und vertreten es mit Überzeugung – Kniefall vor der Wallstreet, Hasstiraden gegen Moskau und Beijing, Umsturzpläne für Minsk, Caracas à la Kiew-Maidan. Und dabei sollen die Jetpiloten der Bundes-Luftwaffe mitspielen ?

Haben die beiden betuchten Damen und ihre Recken vergessen, was sich vor gerade einmal 12 Monaten in Afghanistan vor den Linsen der Kameras aller großen TV-Stationen gezeigt hat – die schmähliche Flucht mit Hinterlassung von Gerät, und „Stück und Wagen“ zur Nutzung der Taliban? Die chinesische PLA braucht unsere deutsche Wertarbeit nicht.

HALTET EIN !!!!!

Dr.Dieter Weigert, Berlin, Jahrgang 1939, der noch die Explosionsgeräusche von Bomben im Ohr hat, dessen Onkel jämmerlich für Hitler in Weißrussland verrecken musste !!“

Die blauen Ameisen – sind schon da !

Für einige Leute in Europa steht im biblischen Sinne die Sonne nicht nur still – sie dreht sich um Jahrzehnte zurück: 1959 !!

Stern, 4/1959, S. 14/15

In der „Ampel“ leuchten keine Farben mehr – im düsteren Schimmer der Lebertran-funzeln und selbstgedrehten Kerzen sitzen akademische Abschluss-VerweigerINNEN Annalena Baerbock, Ricarda Lang und KompliziNNEN am Globus. Ergebnis der strategischen Meditation: Sie drohen der Riesenmacht China mit dem Einsatz der Bundeswehr (die nicht einmal in der Lage ist, Deutschland selbst zu verteidigen – nach realistischer Einschätzung von Fachleuten). Welch eine Lachnummer, wenn nicht Methode dahinter steckte.

Da erinnert man sich gern an andere Tge:

Ich muss gestehen, im letzten Herbst, unmittelbar vor der Bundestagswahl, konnte ich noch nicht alles durchschauen, was die „GRÜNE METHODE“ uns bringen würde. Hier meine gedanken vom Herbst 2021:

„Die Annalena hängt immer noch unbeschädigt und unüberklebt – für meinen Kietz ungewöhnlich – auf ihrer Pappe an der Eisenstange, die oben in eine sehr nützliche Straßenlaterne mündet.

Vor meinem Nachbarhaus und über den parkenden PKW – strahlende Annalena

Sie lächelt gewinnend. Aber sie wird nicht gewinnen – meine Stimme bekommt sie nicht, um es vorauszuschicken. Sie redet sich um Kopf und Kragen, sie schreibt sich (besser: sie lässt sich schreiben) um ihre theoretischen Chancen im Lande der politisch Denkenden und sich Informierenden. Eines muss man ihr lassen, das muss man der Wunschkanzlerin auch hoch anrechnen: Selbst in die paar Zeichen auf der Pappe vor meinem Balkon schafft sie es, eine Dummheit unterzubringen! Jeder einigermaßen die Vorlesungen besuchende und den regelmäßigen fördernden Gedankenaustausch in den Seminaren liebende Student der Nationalökonomie weiß schon nach ein oder zwei Semestern, das was kluge Nationalökonomen, hart arbeitende Wisenschaftler im 19. Jahrhundert detailliert nachwiesen (unter ihnen auch Karl Marx, dessen Namen Sie zumindest schon gehört haben), das KRISEN im Kapitalismus zum täglich Brot gehören ! Krisen machen in der Volkswirtschaft Platz für Neues, indem sie unrentable Unternehmen und Kapitalien vernichten, deren Kurse auf der Börse in den Keller treiben etc. Ihre Losung „Wirtschaft ohne Krisen“ dagegen ist purer Etikettenschwindel, ist Populismus, aus Ignoranz geboren.

Es gab und gibt keine Wirtschaft ohne Krisen,

selbst die sozialistischen Versuche der Vergangenheit belegen diese volkswitschaftliche Binsenweisheit. Woher haben Sie, Annalena, denn diesen Unsinn – hier wäre ein ordentlicher Quellennachweis angebracht.

Wobei wir bei einem Thema wären, das Ihnen nicht liegt Da ist Ihnen die heute noch regierende, gestandene und ordentlich promovierte Physikerin am Kanzlertisch Lichtjahre voraus. Wenn es auch meinerseits mehr politische Berührungspunkte zwischen den Grünen einerseits und der Merkel-CDU andererseits gibt, ist die Vorstellung, Ihre Trampelfüße in den zierlichen Schuhen von Frau Dr. Merkel eines Tages ertragen zu müsen, erschreckend. Nun gehen unsere Medien mit Ihnen sehr höflich um – in den USA wären Sie schon lange „weg vom Fenster“. Selbst wenn der amerikanische Durchschnittsbürger noch weniger Kenntnisse in Geographie, Geschichte und internationaler Politik aufweisen kann als Sie – er verlangt aber Korrektheit von seinen politischen Kandidaten! Und die geht Ihnen ab! Wenn die Kandidatin oder der Kandidat schon in der amerikanischen Grundschule schwindelt – wie wird er dann in einer globalen Krise als Präsident handeln? Da sind schon Hunderte erfolgversprechende Bewerber aus dem Rennen geworfen worden. Anders bei Ihnen, Annalena, Ihre Leichtfertigkeit im Umgang mit Fakten wird Ihnen leider in Ihrer Partei verziehen, was ich verantwortungslos finde.

Triumphbogen auf dem Washington Square in NY City

Von diesem klassizistischen Architekturdenkmal in Manhattan (entworfen von Stanford White zur Erinnerung an die Französische Revolution) sind es zu Fuß etw 40 Minuten bis zur Kreuzung First Avenue/42nd Street.

Mein liebstes Foto aus der Zeit in NYC – drohende Wolken über dem East River

Da sind sie schon, die Hunderte Staatsflaggen im Bogen vor dem UNO-Sekretariat. Ich erinnere mich an eine unvergeßliche Szene auf einer grünen Bank an der First Avenue: zwei Schulmädchen, adrett gekleidet, denen man die Verschleppung ihrer Urahnen aus Afrika an der Hautfarbe und der Haartracht auf den ersten Blick ansah, übten mit der Mama die Zuordnung von Flagge und Staatsnamen.

Bänke mit Tischen !!!

Mama gestattete mir die Teilnahme an der lustigen Szene und die beiden etwa 10jährigen Mädchen erklärten mir den Sinn der Übung: Sie waren gut in der Schule und die Lehrerin hatte ihnen den Besuch des Gymnasiums und das Studium der Politikwissenschaft an der NYU empfohlen. Man könne nicht früh genug mit dem Erwerb des nötigen Wissens beginnen, meinte die Frau Mama. Studium der Flaggen, Geographie der UN-Mitgliedsstaaten und auch Elementarkenntisse über die Struktur der UNO-Familie gehören dazu.

Das Jahr 1984

Ich frage mich – und nicht nur ich – was haben Sie denn in den heiligen Fluren der Hochschuleinrichtungen in Hamburg und London mit Ihrer kostbaren Zeit angefangen – „internationale Beziehungen“ ist keine Plakette, die man sich zu Wahlzeiten um den Hals hängt ! Harte Arbeit, gnadenlos zu sich selbst, mehr Zeit verbringen in den Bibliotheken als in den Bars – Konsequenz bis zum Ende, auch einschl. erfolgreiches Abschließen von Prüfungen – vermutlich alles Fremdworte für jene, die „vom Trampolin kommt“ und in jede Pfütze trampelt!
Frau Baerbock, man müsste sie auf jene Bank vor der UNO setzen – vier Jahre büffeln und dann prüfen – solange die Zeit Ihrer geträumten Kanzlerschaft dauern könnte.


PS. Ich freue mich auf den heutigen Abend (Freitag, d. 27. August 2021), da ist Gelegenheit bei Sender Servus TV nach den Urlaubswochen endlich wieder den seriösen Kolumnisten Jan Fleischhauer zu erleben, der ruhig und sachlich, sehr korrekt, die neuesten Fehltritte und Fettnäpfchen-Kontakte der Annalena Baerbock präsentieren wird.

Dr. phil. habil. (Philosophie und Politikwissenschaft mit ordentlichen Abschlüssen) Dieter Weigert, Berlin Prenzlauer Berg

Ob die Damen mit diesem Bild etwa anfangen können?

Oder mit dieser Abbildung:

DUISBURG !!!

Soweit also meine Gedankenwelt vor der Zusammenzimmerung der AMPEL. Aber: Es ist schlimmer geworden, als ich befürchtete. Das dünne Licht, das aus den strategischen Hinterzimmern des Baerbock-Zirkels dringt, lässt uns Nicht-Eingeweihte jedoch ein Thema erkennen: den Leuten fehlt jde Qualität zum Regieren !!!!

Auch hier eine Vorausschau in meinen Blogs:

In meinen Blogs des letzten Monats ließ ich mich zu kritischen Bemerkungen über Kanzlerkandidatin Annalena Baerbocks leichtfertigem Umgang mit ihren „Studienabschlüssen“ in Hamburg und London hinreißen. Nicht dass ich mich heute davon distanzieren möchte – mitnichten !

Annalenas Idol – der schießwütige Prinz Louis Ferdinand, am ersten Tag der Schlacht der Preußen gegen Napoleons Truppen „gefallen“
Auch schon bedenkenlos im Visier unserer grünen Geopolitiker

Aber da stieß ich auf einen Beitrag in der respektierlichen Frankfurter Allgemeinen vom 26. Mai 2013 unter dem Titel: „Ein Makel im Lebenslauf. Deutsche Spitzenpolitiker verschleiern ihre Studienabbrüche“, verfasst von Markus Wehner.

Da taucht der grüne Schatten, die Trampolin-Springerin, die schießwütige Ministerin wieder auf – ihr Name wird nicht genannt, denn damals, 2013, war sie noch nicht ins Visier der Journalisten der FAZ geraten, aber der ihres Mentors in außenpolitischen Fragen Omnid Nouripour, der aus einer sehr betuchten (die Eltern konnten es sich leisten, dem Sohn eine Eigentumswohnung im stinkreichen Frankfurt/Main zu schenken !) aus dem IRAN stammenden Akademikerfamilie stammte. Übrigens: Ein Italiener denkt beim Wort TRAMPOLIN nicht sofort an Sport, sondern an das Verb trampolare (auf stelzen gehen) oder an il trampolino (Sprungbrett) – was doch dem Charakter der grünen Beziehung Baerbock – Nouripour sehr nahekommt !

Zum Studienabbruch befragt, erklärte Nouripour dem FAZ-Journalisten:

Die Fakten aus dem offiziellen Bundestags-Lebenslauf: Das Akademiker-Söhnchen durfte ohne pekuniäre Sorgen acht volle Jahre (OHNE den ABSCHLUSS auch nur in einem der sechs Fächer zu erreichen) an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz die wundersame Kombination der Fächer Deutsche Philologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft studieren. Diese schillernde Politiker-Persönlichkeit ist seit dem Jahre 2013 außenpolitischer Sprecher der Fraktion der Grünen im Deutschen Bundestag und Obmann seiner Partei im Auswärtigen Ausschuss.

Omnid Nouripour

Bevor ich weiterschreibe – Können Sie verstehen, dass mein Vertrauen in das Verantwortungsbewusstsein, die Arbeitsdisziplin, das Bildungsniveau von Bundestagsabgeordneten nach der Beschäftigung mit den Biographien der grünen Volksvertreter Baerbock und Nouripour auf dem Nullpunkt angelangt ist?

Mein Gefühl des Unwohlseins verlässt mich nicht mehr – dieser Politiker sitzt an den Schalthebeln der Macht, er entscheidet wenn es um Gegenwart und Zukunft Afghanistans geht, um die Zukunft der afghanischen Kinder, wem unsere Steuermillionen zufließen werden. Wem gehört wohl seine Sympathie, wenn wir uns jene zufälligen Fotos aus dem Internet zum Thema Afghanistan ansehen?

Children gather in an area where Afghan National Army special forces soldiers are helping Afghan Local Police members build a checkpoint in Helmand province, Afghanistan, April 3, 2013. The Afghan Local Police was tasked with serving rural areas with limited Afghan National Security Forces presence. (U.S. Marine Corps photo by Sgt. Pete Thibodeau/Released)
SHOPPING in Zeiten des Wohlergehens

Ich zitiere aus Presseerklärungen des Abgeordneten Nouripour der letzten Wochen:

Natürlich muss man jetzt mit den Taliban darüber reden, wie man Leute aus Afghanistan rauskriegt“, sagte Nouripour, „so wie man mit Geiselnehmern redet.“ Mit Geiselnehmern darüber zu sprechen, „wie man andere Geiselnehmer bekämpft“, sei jedoch kompletter Wahnsinn. Durch eine solche Herangehensweise würden die Taliban aufgewertet, und es werde ein Zeichen in die Welt gesendet, „dass es schon okay ist, wenn Milizen einfach eine Verfassung überrollen“.

„Wir können nicht mit den Taliban kooperieren, um ISIS zu bekämpfen, wir können auch nicht mit denen darüber reden, wie wir die Zahl aus Afghanistan fliehender Menschen gering halten oder denen Geld für Entwicklungshilfe geben – als wären die Taliban an der Entwicklung Afghanistans interessiert“, sagte der Grünen-Politiker.

Für derartige Situationen gebe es ein „klassisches Drehbuch“, das sei jedoch „anscheinend irgendwo zwischen Washington und Berlin verloren gegangen“. Wenn eine Miliz einfach eine legitime Regierung und eine Verfassung überrolle, gelte als Erstes, dass man sie nicht anerkennt. „Die Art und Weise in der jetzt anscheinend Kooperationen laufen sollen, ist das Gegenteil davon“, beklagte Nouripour.

„Als Zweites spricht man mit der legitimen Regierung. Das hat bisher niemand gemacht. Als Drittes denkt man über Sanktionen oder andere Druck­mittel nach. Nichts davon passiert gerade.“

Kanada habe schnell erklärt, die Taliban als Regierung Afghanistans nicht anzuerkennen, und alles spreche dafür, dass das richtig ist. „Doch nichts dergleichen ist bisher von der Bundesregierung erfolgt.“

„Die ganze Situation wäre vermeidbar gewesen, hätte man rechtzeitig gehandelt.“ Jetzt müsse man alles dafür tun, um deutsche Staats­bürger, Ortskräfte und andere Schutz­bedürftige aus Afghanistan rauszuholen. „Die Bundesregierung hat uns in eine verheerend schwache Position gebracht und es damit versäumt, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“, so Nouripour.

Die Blütenlese lässt eindeutig erkennen, dass Volksvertreter Nouripour nicht die armen zum Straßenbau mißbrauchten Kinder Afghanistans vor Augen hat, sondern die arroganten, verwöhnten Luxus-Mädchen in der Shopping-Mall. Für die Schubkarren-Kinder würden weder er noch Frau Baerbock eine Hand rühren, um sie nach Deutschland zu bringen – die Mädchen mit Frau Mutter jedoch saßen sicherlich schon in einem der ersten durch das Auswärtige Amt gecharterten Flugzeuge aus Kabul.

Für mich ist das erschreckende Fazit dieser Sätze Nouripours – damals außenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion in unserer höchsten parlamentarischen Vertretung !!!! und heute Parteivorsitzender der Grünen – er lässt jede strategische Orientierung vermissen. Es geht ihm nur um Tagespolitik, um Taktik, um Wählerstimmen, um Populismus. Es ist eine Verhöhnung des afghanischen Volkes, wenn er das korrupte Regime in Kabul der letzten zwanzig Jahre zu einer „legitimen Regierung“ schönfärbt, wenn er schon jetzt über Sanktionen und Druckmittel nachdenkt, damit jene Madame und ihre Mädchen wieder zurückkehren können in ihr Luxus-Ambiente. Spürt er nicht das unterirdische Grollen der afghanischen Berge, denen jenseits aller Ideologien das Wohl des Vaterlandes höher steht als das kurzzeitige gute Leben der Quislinge im Ausland? Wie weit sind die deutschen Eliten doch entfernt von der Wirklichkeit der Lebensbedingungen der Völer außerhalb Europas.
Wenn Herr Nouripour und seine Schülerin Annalena sich die Mühe machten, langfristige Lösungen, wirkliche STRATEGIEN für die deutsche Außenpolitik, Wirtschaftpolitik, Kulturpolitik gegenüber dem neuen Afghanistan zu suchen , würden sie die Geschichtsbücher wälzen – und Überraschendes finden. Denn in der Geschichte liegt vieles verborgen, was verarbeitet werden sollte, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft langfristig gestalten zu können. Ich empfehle dem Sohn des historisch bedeutenden persischen Volkes, des Nachgbarn jenes geschundenen Afghanistan, das Studium deutscher Lexika aus dem 19. Jahrhundert:

Allgemeines deutsches Volks-Conversations-Lexikon und Fremdwörterbuch, Erster Band, Hamburg 1845, S. 67/68, „Die große kabulistische (dem Herrscher Kabuls unterstellte – D.W.) Armee welche wie im Triumph in Afghanistan eingezogen war, mußte im Anfange des Jahres 1842 als vernichtet betrachtet werden, denn nur wenige Offiziere, Weiber und Kinder waren dem Untergange entronnen, oder in Gefangenschaft gerathen. So endigte ein mit Ungerechtigkeit begonnener Krieg, dessen gerechte Folgen in dem Afghanen von Neuem das Gefühl der Unabhängigkeit geweckt hat. In seinem Freiheitskampfe hat der Afghane verkündet, daß er weder englischer, noch russischer Unterthan sein, sondern frei bleiben will, wie seine Väter.“

Wie aktuell ! Sind unsere Grünen-Ikonen bereit für die historische Wahrheit? Ich erinnere an legendäre Hinauswürfe von USA-Truppen seit 1945: China 1949, Kuba 1960, Vietnam 1973, Iran 1979. Ich glaube nicht, dass Annalena Baerbock und Omnid Nouripour überhaupt verstehen, was diese Jahreszahlen für die Menschen in Kabul und in aller Welt bedeuten, die gestern durch Leuchtfeuer-Salven aus Kalaschnikows den Himmel erhellten.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, welche Angst-Träume diese Nouripour und Komplizen plagen – werden sie das nächste EXAMEN betehen ? Nicht an irgendwelchen Hochschulen, wo man Profesoren bestechen kann und wo einem der Kumpel des Ex-Ministers GUTTENBERG die nötige Schrift zusammenklebt. Nein, ich denke und hoffe, dass ihnen die Furcht vor der WUT des frierenden und hungernden Bürgers im nächsten Winter den Schlaf rauben wird !

in Frankreich hieß es einmal: Ah! ca ira, ca ira/ Les aristocrates à la lanterne/ Ah! ca ira, ca ira/ Les aristocrates on les pendra !

Dr. Dieter Weigert, Berlin Prenzlauer Berg, (in – jugendlichen – 8 Jahren eine ordentliche Tischlerlehre mit erfolgreicher Gesellenprüfung plus Studium der Philosophie und Germanistik mit sehr guten Prüfungsergebnissen abgeschlossen – anschließend ohne Plagiat auch Dr. phil. habil)

Nun könnte man meinen, dass ein Leitungsteam ohne besondere intellektuelle Fähigkeiten doch über Mitarbeiter verfügt, die zur Analyse und zum Verständnis der Denkweisen der internationalen Partner fähig sind. Ob sie sich mit jenem Aufsatz des chinesischen Präsidenten Xi Jinping aus dem Jahre 2014 schon beschäftigt haben? (Nachzulesen auf Deutsch in: Xi Jinping, China regieren, Peking 2014, S. 298-300. Falls die Biblothek des Auswärtigen Amtes diese Publikation nicht vorrätig hat, ist das chinesische Kulturzentrum in der Klingelhöfer Straße sicherlich bereit auszuhelfen)

Wenn ja, können sie sich dem Irrsinn der Drohgebärden der Annalena u.Co. entgegenstellen?

Außenministerin warnte ChinaPeking bestellt nach Kritik von Baerbock deutsche Botschafterin ein

Baerbock hatte China ermahnt, im Taiwan-Konflikt nicht zu eskalieren. Als Antwort wurde die deutsche Botschafterin ins chinesische Außenministerium zitiert.

Annalena Baerbock spricht zum Thema transatlantische Beziehungen zu Studierenden der „New School“.
Annalena Baerbock spricht zum Thema transatlantische Beziehungen zu Studierenden der „New School“.FOTO: DPA/BRITTA PEDERSEN

Wegen kritischer Äußerungen von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat China die deutsche Botschafterin in Peking, Patricia Flor, einbestellt. Flor schrieb am Dienstag nach dem Gespräch im chinesischen Außenministerium beim Kurznachrichtendienst Twitter: „Freimütige Aussprache heute. In meinem Treffen mit Vizeaußenminister Deng Li habe ich betont: Deutschland steht zur Ein-China-Politik“.

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„Die Androhung militärischer Gewalt ist unter allen Umständen unannehmbar, wie von Außenministerin Baerbock betont“, betonte Flor weiter in ihrem Tweet. Annalena Baerbock hatte im Konflikt um Taiwan allgemein zur Deeskalation aufgerufen.

Baerbock kritisiert China scharf – Chinesisches Außenministerium spricht von „falschen Kommentaren“

Stand: 04.08.2022 | Lesedauer: 3 Minuten

00:27

02:14

Allen Warnungen aus Peking zum Trotz trifft sich die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taipeh mit der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing-wen. China betrachtet Taiwan lediglich als abtrünnige Provinz und begann als Reaktion weitreichende Manöver rund um die Insel.

Quelle: WELT/ Christoph Hipp

AUTOPLAY

Außenministerin Baerbock hat China von New York aus vor einem Überfall auf Taiwan gewarnt. Peking reagierte prompt mit einem offiziellen Protest und sprach von „falschen Kommentaren“. Das hielt Baerbock nicht davon ab, noch einmal nachzulegen.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat mit scharfer Kritik an Chinas Drohgebärden gegenüber Taiwan die Führung in Peking gegen sich aufgebracht. Der Abteilungsleiter für Europa im chinesischen Außenministerium, Wang Lutong, protestierte am Dienstag offiziell bei der neuen deutschen Botschafterin in Peking, Patricia Flor. Er sprach von „falschen Kommentaren“ Baerbocks, wie aus einem Tweet des hohen chinesischen Diplomaten hervorging. Die Taiwan-Frage sei eine „innere Angelegenheit Chinas“.

Baerbock war am Montag nach New York gereist, um dort an der Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags teilzunehmen. Nach ihrer Ankunft hatte sie gesagt: „Wir akzeptieren nicht, wenn das internationale Recht gebrochen wird und ein größerer Nachbar völkerrechtswidrig seinen kleineren Nachbarn überfällt – und das gilt natürlich auch für China.“

Baerbock fügte hinzu, mit Blick auf den „brutalen russischen Angriffskrieg“ gegen die Ukraine sei es wichtig, klar zu machen, dass die Weltgemeinschaft solches Verhalten nicht akzeptiere.

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Für Baerbock hat ihr US-Kollege gleich mehrere kleine Provokationen parat

Am Dienstag legte Baerbock in einer Rede zu den transatlantischen Beziehungen an einer New Yorker Hochschule noch einmal nach. „Wir haben schmerzhaft in den letzten Monaten seit dem 24. Februar gelernt, dass aggressive Rhetorik zu gefährlichem Handeln führen kann“, sagte sie.

Annalena Baerbock in den USA
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock bei einem Treffen der Stockholm-Initiative am Dienstag in New YorkQuelle: dpa/Britta Pedersen

„Chinas Äußerungen mit Blick auf Taiwan haben ernsthafte Fragen aufgeworfen.“ Baerbock fügte hinzu: „Es kann nicht in unserem Interesse sein, wenn China zusätzlich noch ausufernde wirtschaftliche Abhängigkeiten in der Region kreiert.“

Pelosi zu Besuch in Taiwan

Kurz vor den Äußerungen Baerbocks am Dienstag war die US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi zu einem Besuch in Taiwan gelandet. Der Aufenthalt der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses ist für die demokratische Inselrepublik der ranghöchste Besuch aus den Vereinigten Staaten seit einem Vierteljahrhundert.

U.S. House Speaker Pelosi visits Taiwan
US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi mit dem taiwanesischen Politiker Tsai Chi-changQuelle: REUTERS

Angesichts dieser unkritischen Berichte der deutschen Medien ist eine Hoffnung auf Realismus in der deutschen Politik gegenüber China illusorisch. Das aber bedeutet, da die blauen Ameisen unser stolzes Germany schon überrannt haben, wir beim nächsten geopolitischen Konflkt wegen Taiwan nicht nur im Winter frieren und stinken werden (Mangel an russischem Heizgas und Heißwasser) , sondern auch nackt und ohne Handy existieren müssen – wegen Rückschlag der Sanktionen gegen die Ameisen!

Kann sich jeder ausmalen !! Frohe Weihnachten an die Damen Annalena und Ricarda!

Bitte herunterladen und studieren :

IW-Report-2022-Gegenseitige-Abhaengigkeiten.pdf

Götterdämmerung der westlichen Eliten und stehende Ovationen der Lakaien in den Redaktionen

Ein Clown verlässt den Zirkus

Kaum sind sie den Flugzeugen von der Insel Bali entstiegen, hat es schon den ersten der Polit-Stars der westlichen Szenerie erwischt. CLOWN BORIS muss den Hut nehmen, schon elf Starlets (Montag, 16 Uhr) warten auf den Anpfiff zur Schlammschlacht. Darunter die Dame, die als Außenministerin ihre Unfähigkeit, die russischen geographischen Genzen zu erkennen, bei einem Staatsbesuch in eben diesem Russland, offenbarte. (Wobei man unterscheiden muss zwischen Unkenntnis im Fachgebiet Weltpolitik einer Britin und Lügen und Verdrehungen bei Entwürfen der eigenen Biographie einer deutschen Außenministerin).

Ginge es nach demokratischen Regeln, wäre Annalena Baerbock nun an der Reih, nach den nicht zu zählenden Fehltritten im Amt das Gebäude am Werderschen Markt, dem ehemaligen Sitz des ZK der SED, zu verlassen und sich wieder dem Trampolin zu widmen.

dpatopbilder – 08.02.2022, Ukraine, Schyrokyne: RECROP – Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, informiert sich im verlassenen Ort Schyrokyne an der Frontlinie zwischen der ukrainischen Armee und den von Russland unterstützten Separatisten über die Lage im Konfliktgebiet Donbass. Außenministerin Baerbock ist zu einem zweitägigen Besuch in der Hauptstadt und im Osten der Ukraine. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Aber die Bundesrepublik Deutschland ist eben nicht zu vergleichen mit dem Ursprungsland der Demokratie, in dem sogar schon einmal ein König rechskräftig verurteilt und exekutiert wurde.

Der einsame Präsident – France’s President Emmanuel Macron walks during a „present arms“ and decoration ceremony in the courtyard of The Invalides, in Paris, on July 11, 2022. Nineteen servicemen, active or recently retired from active service, who have distinguished themselves recently or in the past, are to be awarded during the ceremony. (Photo by Ludovic MARIN / AFP)

Nummer drei wäre nun der französische Präsident Macron. Ein aufgeklärter und ein vor der Aufklärung stehender Fall lassen ihn, den frisch gewählten Chef der Exekutive der französischen Republik suspekt erscheinen: Erstens die Affäre der Veröffentlichung der vertraulichen Gespräche mit dem russischen Präsidenten. Hier der relevante Bericht aus „POLITICO“ vom 6. Juli 2022.

„Lavrov accuses France of breaching ‘diplomatic etiquette’ over release of Macron-Putin call

The call, which took place just days before Russia’s full-scale attack on Ukraine, was published last week in a documentary.

RUSSIA-ARMENIA-DIPLOMACY
Russian Foreign Minister Sergey Lavrov | Pool photo by Alexander Zemlianichenko via Getty Images

BY CAMILLE GIJS

July 6, 2022 11:54

Russian Foreign Minister Sergey Lavrov said that the publication of a call between French leader Emmanuel Macron and Russian President Vladimir Putin, which took place just four days before Russia’s full-scale invasion of Ukraine, was a breach of “diplomatic etiquette.”

The call was published last week in a documentary “A President, Europe and War,” that sheds light on Macron’s approach to diplomacy with Russia. 

Speaking at a press conference Wednesday with his Vietnamese counterpart Bui Thanh Son, Lavrov said that “diplomatic etiquette does not provide for one-sided leaks of [such] recordings.”

“In principle, we negotiate in such a way that we will never be ashamed. We always say what we think and are ready to answer for our words and explain our position,” Lavrov added.

The call shows Macron on the line with Putin in an attempt to kickstart talks just days before the invasion of Ukraine.

Following the release of the documentary, Russian foreign ministry spokesperson Maria Zakharova said over the weekend that Paris violated the confidentiality of the negotiations with Moscow, denouncing that a filming crew was present when a confidential conversation took place between the Russian and French leaders.

Macron himself has been at the receiving end of having confidential conversations released publicly. Last year, amid the France-Australia feud over the cancellation of a multibillion dollar Australian order of 12 submarines from a French defense contractor, the French accused Australia of leaking an SMS in an apparent bid to imply that Macron knew about the collapse of the major submarine deal. French officials had repeatedly assured they knew nothing of Australia’s intentions to ditch the contract.

The Elysée did not immediately respond to POLITICO’s request for comment.“

Soweit die Fakten. Bei einem zweit- oder drittrangigen Politiker Anlass für einen rausschmiss oder die Versetzung in ein anderes Amt. Aber bei einem Präsidenten ? Vielleicht bringt die Aufklärung des Falles UBER das Fass zum Überlaufen. Auch hier ein Originalbericht – DEPECHE vom 11. Juli:

„Uber files : ce qu’il faut savoir sur cette affaire qui épingle Emmanuel Macron

  • Emmanuel Macron a-t-il favorisé l'installation d'Uber en France ?Emmanuel Macron a-t-il favorisé l’installation d’Uber en France ? AFP et Pexels

Publié le 11/07/2022 à 07:21 , mis à jour à 13:18

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Quelles sont les révélations ?

Une fuite de 124 000 documents internes à Uber, le géant des véhicules de transport avec chauffeur, prouve qu’Emmanuel Macron, lorsqu’il était ministre de l’Economie en 2015, a rencontré à plusieurs reprises le fondateur d’Uber, Travis KLalanick, et des lobbyistes de la société. La loi Thévenoud réglemente alors l’activité des VTC en France. Uber souhaite développer UberPop, ce service qui permet à n’importe quel conducteur de devenir chauffeur pour arrondir ses fins de mois. Accusée de déréguler le marché, l’implantation d’Uber avait provoqué un important conflit social avec les taxis avec des manifestations et des heurts.

Au sein du gouvernement, Uber peut compter sur l’écoute attentive d’Emmanuel Macron, tout jeune ministre de l’Economie. Premier rendez-vous qui ne figure pas à l’agenda officiel d’Emmanuel Macron. Les dirigeants d’Uber en ressortent ravis : „En un mot : spectaculaire. Du jamais vu. Beaucoup de boulot à venir, mais on va bientôt danser“, écrit le lobbyiste de la société Mark MacGann après le rendez-vous.

Pendant 18 mois, il y a eu 17 réunions, appels ou SMS entre Emmanuel Macron et Uber, selon les documents internes. Les documents montrent qu’Emmanuel Macron a conseillé à Uber de rédiger des amendements clés en main pour les confier à des députés et pour que les propositions entrent dans le débat public. Lorsque le préfet de police de Marseille prend un arrêté pour interdire Uber, le lobbyiste en chef envoie un SMS directement à Emmanuel Macron. Le ministre lui promet de „regarder cela personnellement“. Trois jours plus tard, le décret est supprimé. Lorsque des agents de la DGCCRF (Répressions des fraudes) perquisitionnent le siège d’Uber, Emmanuel Macron est alerté en direct.

Quelle était la position du gouvernement à l’époque ?

À l’époque des rencontres entre Emmanuel Macron et Uber, François Hollande est président de la République et Manuel Valls Premier ministre. Le ministre de l’Intérieur Bernard Cazeneuve, qui a la tutelle des taxis, ne voit pas l’arrivée d’Uber en France d’un bon œil. Manuel Valls et le ministre des Transports sont sur la même ligne.

Peut-on parler d’accord ?

Il y a eu un „deal“ entre Emmanuel Macron et Uber. Le mot est utilisé au sein d’Uber, selon les révélations. Les révélations de la presse internationale reprennent le terme. Objectif pour Uber : faire modifier les réglementations nationales en sa faveur. Uber veut une loi plus simple pour l’obtention d’une licence VTC. En échange, l’arrêt du très décrié service UberPop semble être dans la balance. Or ce service a bien été supprimé. Quel intérêt avait Emmanuel Macron ? Fascination pour l’entreprise Uber ? Bonne action pour son image ? Éventuel accord financier pour sa future campagne électorale ? Les révélations ne le précisent pas.

Comment réagit l’Elysée ?

L’Élysée indique qu’Emmanuel Macron, comme ministre de l’Economie, était „naturellement amené à échanger avec de nombreuses entreprises engagées dans la mutation profonde des services advenue au cours des années évoquées, qu’il convenait de faciliter en dénouant certains verrous administratifs ou réglementaires“. Interrogé par le Monde sur l’arrivée d’Uber en France à l’époque, Emmanuel Macron avait déclaré au Monde : „Notre choix est d’ouvrir notre économie et de créer davantage de mobilité sociale“.

Comment réagit Uber ?

Uber France confirme la tenue de plusieurs réunions avec Emmanuel Macron. Ces réunions „relevaient de ses responsabilités en tant que ministre de l’Economie et du Numérique supervisant le secteur des VTC“, détaille Uber.

Comment réagissent les personnes impliquées ?

Le préfet de police de Marseille de l’époque, Laurent Nuñez, dément auprès de nos confrères avoir subi des pressions à l’époque. De son côté la DGCCRF, qui avait perquisitionné le siège d’Uber en France, assure ne pas avoir subi de pressions du cabinet du ministre de l’Economie Emmanuel Macron. Interrogé par Le Monde, Bernard Cazeeneuve nie tout accord avec Uber.

D’où viennent les révélations ?

Les révélations sont issues de la fuite de 124 000 documents internes à Uber transmises au quotidien britannique The Guardian et traitées par le Consortium international de journalistes d’investigation (ICIJ) dont Le Monde et Radio France pour la France.

Quelles sont les réactions politiques ?

C’est à gauche que les réactions sont les plus vives. La chef de file des députés LFI à l’Assemblée nationale dénonce un „pillage du pays“.

? Macron ou le pillage du pays.

Conseiller et ministre de François Hollande et lobbyiste pour multinationale états-unienne visant à déréguler durablement le droit du travail.

Et ce même, en faisant fi des décisions de justice.#UberFiles https://t.co/82Eo3HYiH3— Mathilde Panot (@MathildePanot) July 10, 2022

Le secrétaire général du PCF Fabien Roussel évoque des „révélations accablantes sur le rôle actif joué par Emmanuel Macron, alors ministre, pour faciliter le développement d’Uber en France“.

Révélations accablantes sur le rôle actif joué par Emmanuel Macron, alors ministre, pour faciliter le développement d’Uber en France.

Contre toutes nos règles, tous nos acquis sociaux et contre les droits des travailleurs.https://t.co/yiEaAOtWgZ— Fabien Roussel (@Fabien_Roussel) July 10, 2022

Le député Nupes du Val d’Oise Aurélien Taché dénonce „un scandale d’Etat“. 

„Cette entreprise a mis en place un système pour empêcher les perquisitions, pour supprimer les documents compromettants qu’elle pouvait avoir dans les ordinateurs de ses employés et elle a prévenu Emmanuel Macron en personne d’une perquisition“ #UberFiles https://t.co/fZiV9XJs7E— Aurélien Taché (@Aurelientache) July 10, 2022

Cyril Brioulet

Nun warten wir die Ergebnisse ab.

Es bleiben zwei deutsche Bundesminister – der Sylt-Hochzeiter Lindner, verantwortlich für die Steuern und die Bundesausgaben in quasi-Kriegszeiten und der Wirtschaftsminister Habeck,

Partei-Kumpel von Annalena, verantwortlich für Energiekrise und die kommende schwere Belastungen des Normalbürgers ohne die 10-milionen – euro schweren Grundstücke mit Luxuxhaus. Und die Abgeordneten des Bundestages, die in diesen Wochen sich Urlaub nach Diätenerhöhungen gönnen. Wie sangen die französischen Revolutionäre 1789? Die Aristokraten – An die Laterne ! Aber ein einfacher Rücktritt würde unter demokratischen Umständen den Verfehlungen im Amt, dem Eidbruch und der mangelnden Berufsethik durchaus gerecht werden.

Was aber melden unsere TALK-MASTERINNEN ? und ihre männlichen Kollegen und all die Lakaien ? Sie ignorieren die Stimmung, sie werden unverschämt bei „unpassenden“ Antworten – wie lange noch? Wer wird jetzt den Platz des geschassten Melnyk einnehmen? Haben sie schon einen Nachruf nach Macron Rücktritt bereit?

Dr. Dieter Weigert, Berlin

PANIK, FLUCHT und die grüne Kandidatin BAERBOCK

Wir erlauben uns, mit Genehmigung der Autoren, Teil des Blogs „Panikmache und Flüchtlingswelle“ von „Josias.blog“ (bei WordPress) zu übernehmen, jedoch gewisse Aussagen zuzuspitzen.
Unter meinem Fenster (Berlin Prenzlauer Berg) hängt seit kurzem das Konterfei der grünen Frau Kanzlerkandidatin, einer eifrigen, fast fanatischen Befürworterin und Anblaserin eines neuen gewaltigen „Flüchtlings-Tsunami“. (darf man so schreiben, ohne des Rassismus bezichtigt zu werden?)
Ich denke, manchen deutschen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern kommen die Ereignisse in Kabul, besonders das aus der Unwilligkeit und Unfähigkeit der US-Streitkräfte entspringende Chaos am Flughafen, sehr gelegen.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist bildzeitung.jpg.
Panikmache auch in deutschen Landen

Wieviel Vernunft kann aber sich angesichts der FAKE-News in Printmedien und auf den Bildschirmen in unseren Tagen durchsetzen? Ich bin nicht sehr optimistisch. Noch weiß man absolut nichts – aber Politikerinnen kreischen um die Wette die Forderung in die Welt, dass Deutschland die Grenzen öffnen müsse, dass man den offiziellen Erklärungen der Taliban-Führer zur Amnestie und zur Versöhnung nicht trauen dürfe.


Aber schon eine kleine Atempause zum Luftschnappen würde zum Nachdenken genügen, um sich die Frage zu stellen – wie setzt sich denn diese nach Tausenden zählenden verzweifelter Menschen in Bagram zusammen? Wollen und sollen wir Ihnen wirklich allen helfen?


Zwei größere Gruppen läßt uns der gesunde Menschenverstand erkennen: erstens diejenigen Männer und Frauen und ihre Familienangehörigen, die sich in den letzten 20 Jahren einen relativ hohen Lebensstandard durch ihre vertraglich gesicherten Dienste für die Okkupationsstreitkräfte (incl. Bundeswehr und Bundespolizei), deren Geheimdienste, für die sog. Kontraktoren, (die Manager der westlichen Konzerne, die sich auf Kosten der afghanischen Bevölkerung die Taschen und ihre Schweizer Konten gefüllt haben) erkauft hatten – in Norwegen nannte man während und nach dem 2. Weltkrieg solche Personen „Quislinge“.

Diese Personen fordern, dass sie in Deutschland, den USA, Großbritannien etc. weiterhin, diesmal als anerkannte Flüchtlinge, mitsamt ihren Familien ihr gewohntes Leben – weit über dem Standard des einfachen Bauern oder Handwerkers – führen können. Wissen unsere Politikerinnen und Politiker, unsere Kanzlerkandidatinnen und Kanzlerkandidaten, auf welch dünnem, brüchigem Eis sie sich moralisch bewegen? Oder wissen sie es und führen sie dennoch einen „sauberen“ Wahlkampf ? Welch‘ ein Zynismus – da ist doch wahrhaftig das Plagiieren beim Buchschreiben oder das Fälschen eines Lebenslaufes nichts dagegen!


Zweitens kann man bei etwas Nachdenken eine große Gruppe erkennen, die ohne offizielle Vertragsbindung an die Okkupanten recht gut ihre Geschäfte in den afghanischen Städten seit 2001 betrieben haben, ihre Luxusrestaurants, Hotels, Cafés, Bordelle laufen hatten samt ihren „Häschen“ und denen die berechtigte Furcht vor den Taliban im Nacken sitzt. Das alles erinnert sehr an Shanghai 1949, Havanna 1959/60 und Saigon im April 1975!

Oder woran erinnern wir uns bei diesen Bildern – Havanna vor der Revolution?

Schließlich eine dritte Gruppe – vermutlich die größte. Es sind jene, die nach Jahren des Elends, der Meinungsmanipulation, der Ausweglosigkeit, der schonungslosen Ausbeutung durch ein Regime der Korruption und der Abhängigkeit vom westlichen System der „Entwicklungshilfe“ sich in purer Verzweiflung an die Flugzeuge klammern, ihre Kleinkinder über die Absperrzäune anbieten, die jedes Vertrauen in amtliche Versprechungen verloren haben, denen eingehämmert wurde, dass die Taliban ihre Kinder missbrauchen. Traurige Bilder! Was haben unsere deutschen Soldaten und Offiziere, unsere Medienvertreter, unsere Diplomaten, die jetzt die ersten sind, die sich absetzen, was haben sie getan, damit der „einfache Afghane“ der deutschen Demokratie vertraut?





… und das Ende? oder ein Neuanfang – aber in Afghanistan !!!!!
Eine solche demokratische Alternative würde Ihnen gut stehen, Frau Baerbock

Annalenas CHINA – Wo zum Teufel lag PORT ARTHUR ?

Unsere grüne (gemischt aus blau mit gelb !) Frau Ministerin – wofür? Krieg, Feminismus oder außenpolitische Verweigerung) – legt sich mit der Volksrepublik CHINA an. Mutig für eine, die „aus dem Völkerrecht kommt“, keinen ordentlichen Abschluss hat und gute Noten plus Disziplin vielleicht nur aus dem Trampolinspringen kennt.

Ob sie China und seine Geschichte wirklich kennt? Man muss es stark bezweifeln. Um ihr und ihresgleichen „auf die Sprünge zu helfen“, etwas Nachhilfe – unbezahlt: ein Blog, den ich vor Jahren, noch vor der CORONA-Pandemie, veröffentlicht habe und zu dem ich aktuelle Ergänzungen anfüge!

Meister SUN ZI

Ein Jugendtraum, seine Erfüllung Jahrzehnte aufgeschoben, klopft nun ans Fenster – das legendäre Port Arthur werde ich in wenigen Wochen betreten. Meine jüngeren Freunde und Gesprächspartner mögen mir den intellektuellen Überfall verzeihen, für sie erscheint dieser Ort in China (wie auch die Seeschlacht von Tsushima) so weit weg, die historische Periode der brutalen neuzeitlichen Kriege um dieses Felsennest am Gelben Meer lässt keine Saite in ihrer Gefühlswelt erzittern. Über einhundert Jahre sind vergangen, seit sich die Kaiser von Russland, Japan und China den wirtschaftlichen und weltpolitischen Einfluss im „Fernen Osten“ (in europäischer Sicht), auf uraltem chinesischen Kulturboden militärisch streitig machten und den Ortsnamen Port Arthur in die Schlagzeilen der Telegraphenmeldungen und Zeitungen brachten.

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Der Name des Festungsortes war zwar englisch, wurde aber durch die russischen Eroberer genutzt – vielleicht um die zivilisierende, globalisierende Mission der Ausländer in China zu unterstreichen. Was uns revolutionsbewusste Jugendliche vor Jahrzehnten beim Hören der Namen Port Arthur, Tsushima und Kreuzer Warjag bewegte, waren die Strahlen der Morgensonne, die uns aus jenen blutigen Szenen der Weltgeschichte um 1904/05 entgegen leuchteten: In den glühenden Augen der Helden Lenin, Mao und Che Guevara lasen wir die geschichtliche Wahrheit, dass gerade die epochale Niederlage der russischen Flotte und des russischen Heeres gegen die junge aufstrebende asiatische Nation Japan die erste russische Revolution von 1905 entstehen ließ. Russen, Türken, Mexikaner, Chinesen wurden aus Objekten, aus Schachfiguren der Großmächte zu historischen Akteuren. Der Hegelsche Weltgeist, den wir begeistert studierten, suggerierte die Symbolkraft des Namens Port Arthur (also: Niederlage des russischen Zarenreiches = Asche, aus der die Oktoberrevolution entspringt) für die globale Revolution des 20. Jahrhunderts.

Die ersten Boote der Kriegsmarine der VR China – heute Museum in Qingdao

Die Hegelsche Dialektik ließ uns auch verstehen, wie sich die blutige Tradition des japanischen Faschismus, aus den Siegen gegen China und Russland vor über einhundert Jahren erwachsen, zum Sprengstoff für revolutionäre Bewegungen in Asien verwandelte.

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Nun aber zu unserem Port Arthur zurück: in der nunmehrigen nordostchinesischen Hafenmetropole DALIAN finden sich heute Spuren jener Tage. Die meisten europäischen gedruckten Reiseführer ignorieren geflissentlich diese Fakten und Fotos. Ich fand glücklicherweise den Rowohlt-Verlag auch hier auf der Seite der Revolutionäre: vor über zwanzig Jahren hatten die Lektoren den Bielefelder Autoren Hartwig Bögeholz entdeckt und seine China-Impressionen in der Reihe „Anders reisen“ im Jahre 1997 publiziert. S. 184 ff: Ein Genuss !!!

Downtown DALIAN heute

nd dessen Eindrücke über Port Arthur-Dalian-Lüshun sollte man auf die Reise mitnehmen – was ich tun werde.

Vor allem werde ich die Chinesen fragen, was aus ihrem Traum, Dalian zu einem zweiten Hongkong werden zu lassen, geworden ist.

Bei den Erinnerungen an die VOR-CORONA-ZEIT schleicht sich vor mein inneres Auge jene Reise nach Nordostchina im Jahre 2019. Damals wollte mich einstimmen mit leichter Lektüre: Die schöne Li, das Perlenhemd, die törichte Buhle und natürlich I GING – das Buch der Wandlungen!

Auch das bot sich an

Leicht und flüssig die Erzählungen, die Moral locker dahingesprochen wie bei den Fabeln La Fontaines: Ein Jüngling auf dem Wege zur kaiserlichen Beamtenprüfung in der Hauptstadt, also dem sicheren Sprungbrett zur Karriere, wird von einem Mädchen und ihrer erfahrenen Kupplerin um seine Reisekasse geprellt. Sie gefällt ihm, er verfällt ihr mit Kasse und allen Reiseplänen, Familienpflichten und Verantwortung gegenüber den alten Eltern. Dieses Thema mehrfach variiert, auch ein Greis mit einigem Reichtum verfällt den Reizen des Mädchens („Die Kleine Nai“). Die Schönen haben erregende Namen – die schöne Li, die schöne Tu, Duftwolke und Morgenröte. Selbst der reiche Buchhändler Tschang „in seiner imposanten Fülle“ im gelben Rock eines Mandarins  lässt sich von den körperlichen Vorzügen der „Pfirsichblüte“ und „Nephritwolke“ vom rechten Weg, von der Erfüllung seiner Pflichten abbringen – hat aber Glück, wird begnadigt und landet nicht  in der Gosse. Ich glaubte schon auf dem rechten literarischen Weg zu sein – doch dann wurde es philosophisch. Zum Nachtisch hatte ich „I ging“, das „Buch der Wandlungen“, zurechtgelegt.

(eigentlich Yijing 易经, Pinyin  jīng)

Aber – unter der Überschrift „Mong – die Jugendtorheit“ fand ich zu meinem Erstaunen fünf tausend Jahre alte Rezepte, wie diesen Verirrungen der Jünglinge begegnet werden sollte: ein Zeichen aus 13 Strichen, beginnend mit dem oberen Querstrich, angeschlossen die beiden oberen kleinen Längsstriche. Und nach dem mittleren horizontalen Teilungsstrich eine Gruppe verbundener Striche, die ein Tier darstellen könnte – ein Rückgrat, ein Schwanz und nach links vier Füße! Also ein Haustier, ein Hausschwein! Was hat das Hausschwein mit den Torheiten des Jünglings zu schaffen?

Die chinesische Schrift hat ihre Ordnungsprinzipien – keine Willkür in der Reihenfolge der Striche, keine Willkür in der Richtung, wie der Pinsel oder Kugelschreiber die Striche aufs Papier bringt. Also auch keine Willkür in der Deutung der vielfachen Verwendung des Tier-Zeichens mit seinen nur sieben Strichen:

Das moderne Wörterbuch erklärt die Silbe als meng, in unseren Breiten ausgesprochen MANG, im zeitgenössischen Chinesischen je nach Bedeutung in der ersten, zweiten oder dritten Aussprachegruppe. Das Hausschwein geht in seiner bildlichen Gestalt verloren, aber das Zeichen erhält vielfache Interpretationsvarianten!  Zu unserer Überraschung gehen aber die Bedeutungen nicht allzusehr auseinander – und haben alle einen interessanten Bezug zu unserem Jüngling und seinen Irrungen – hier nur einige Beispiele: Genie, hintergehen, beschwindeln, betrügen, Kopf verlieren, benommen, bewusstlos, Elefant – in Zusammensetzungen: Betäubungsmittel, Schlaftrunk, verhüllen,  verkleiden, Halbschlaf, Sand in die Augen streuen, dunstig, neblig, schummeln.

Nun stecke ich fest im Philosophischen, erinnere mich an meine Jugendlektüre – wie bei Balzac und Dumas der französische Jüngling aus der Provinz wie einst Bonaparte sein Glück in Paris macht – im Gegensatz zum törichten und sinnlich anfälligen Chinesen lässt er sich nicht ablenken auf dem Weg zu Ruhm, Reichtum und Ehre.

Im Gespräch mit einem chinesischen Freund aber kam gestern die Ernüchterung! Er gab zu bedenken, ob nicht die heutigen europäischen jungen Männer bei der Lektüre der Erzählungen von Balzac und Dumas die Rationalität und Strategie zur Maxime machten, aber das Risiko auf dem Wege nach oben, auf dem Wege in die weite Welt scheuten.

Er meinte, dass manche Berater chinesischer Politiker und Wirtschaftslenker von heute im stillen Kämmerlein munkeln, dass sich westliche Minister, Präsidenten, Konzernbosse immer noch vom Image jener Figuren aus den chinesischen Novellen und Kurzgeschichten leiten lassen, wenn sie zögerlich, halbherzig, zaudernd auf die verlockenden Angebote zur langfristigen Zusammenarbeit reagieren.

Zurück zur Lektüre – nach dem törichten Jüngling nun zu drei Mädchen und drei Wüstlungen – wobei ich bei Robert van Gulik angelangt wäre.

CHINA in der Tang-Periode, also in den Jahren 630 bis 700 unserer Zeitrechnung. Eine scheinbar leicht aufzulösende Kriminalgeschichte – drei sehr junge Mädchen, davon ein Zwillingspaar, und drei ältere Wüstlinge. Zwei der drei Herren werden in schneller Folge ermordet, der ermittelnde Richter, gleichzeitig Kriminaldirektor der Stadt, erkennt, dass die Aufklärung der zusammenhängenden Fälle in der Vergangenheit der Mädchen und der drei Herren beginnen muss. Die einfache Rechnung – jeder Wüstling hatte eines der Mädchen gekauft und brutal misshandelt, dass sich nun rächt – geht nicht auf!
Obwohl ich gern anknüpfen würde an den vorigen Geschichten vom schönen Mädchen und dem törichten Jüngling aus dem kaiserlichen China,

Robert van Gulik

verlangt die Redlichkeit vom Schreiber den Bruch und die Offenlegung der nunmehrigen Quelle: mehr als ein Dutzend Bände von Kriminalerzählungen, erschienen erstmals zwischen 1950 und 1968 in englisch, niederländisch und japanisch aus der Feder des niederländischen Diplomaten, Historikers, Sinologen, Musikers und Zeichners Robert van Gulik (1910 – 1967).

Alle Handlungsfäden der sehr unterschiedlichen Geschichten, angesiedelt in verschiedenen Regionen und Städten des Kaiserreiches, laufen zusammen in einer Person, des Richters Di (englisch Dee), seiner Familie und einer kleinen Gruppe von Mitarbeitern  Es sind nun nicht mehr die Erzählstile der verschiedenen chinesischen Autoren, die wundersame Verknüpfung von Schicksalen junger Menschen in den Jahrhunderten des Reiches der Mitte, die uns beeindrucken, sondern hier versucht uns erfolgreich ein europäischer Autor, Kenner der Materie durch Spannung, Details aus der Tätigkeit von Polizei, Verwaltung, Militär, durch die Offenlegung psychologischer Strukturen, Denkweisen, Tiefen der Motivationen von Händlern, Beamten, Kurtisanen, Künstler, Studenten, Krimineller das innere Wesen Chinas nahezubringen. Man spürt in jeder Zeile, in jeder Zeichnung die Liebe des Autoren zu diesen Menschen, das Mitgefühl in einer Zeit der Kriege, Bürgerkriege, der Hungersnöte und des politischen Terrors.
Doch zurück zu jenen drei Mädchen und ihren Schicksalen – nachzulesen im Erzählband „The Willow Pattern“ (deutsch: „Mord nach Muster“), geschrieben 1964 und in Fortsetzungen zuerst in den Niederlanden veröffentlicht.
Die Fabel: ein schon nicht mehr sehr junger Sohn aus dem reichem Hause Mei der kaiserlichen Residenz kauft eine sehr junge Kurtisane aus einem Bordell, macht sie zu seiner Ehefrau, umgibt sie mit Luxus und verschleiert in der „guten Gesellschaft“ ihre Herkunft. Das Mädchen, die nunmehrige Ehefrau, leidet unter der Isolation und Monotonie ihres Daseins, brennt mit einem Mann aus einer anderen Familie (Hoo) der Oberschicht durch, wird im Geheimen zu einer Perle der sexuellen Orgien in der Oberschicht, an der auch ihr bisheriger Ehemann teilhat. Der neue Liebhaber jedoch sucht daneben erotische Abenteuer durch die Verführung junger Mädchen in Komplizenschaft mit einem ebenfalls reichen und amoralischen Nachbarn (Yee), dem die schönen Zwillinge aber zum tödlichen Verhängnis werden. Der reiche Ehemann Mei aber kann trotz der erotischen Zerstreuungen seine Eifersucht nicht beherrschen, überrascht seine Frau mit ihrem Liebhaber im eigenen Hause und bezahlt diese Entdeckung mit dem Leben.

Richter Di schafft es, die Fäden des scheinbar unlösbaren Falles aufzutroddeln und den dritten noch lebenden Wüstling aufs Schafott zu bringen – durch den Nachweis, dass einer der drei Wüstlinge die Mutter der beiden schönen Zwillinge auf dem Gewissen hat und Rache das Motiv der Tötung des dritten Mannes Yee war.
Anregung genug, bei van Gulik weiterzulesen – zum Beginn seiner Karriere als Richter in der Provinz und dem Gewinn einer neuen, zusätzlichen Nebenfrau! Eine Liebesgeschichte im alte China !!!

Vier Frauen durfte ein Bezirksrichter im kaiserlichen China haben, sie wohnten im geräumigen Gerichtsgebäude, hatten ihr eigenes abgetrenntes Privatquartier für sich, für die Kinder und Dienstboten. Robert van Gulik, der holländische Sinologe und Diplomat des 20. Jahrhunderts, hatte en passant in dem Band „The chinese gold murderers“ (deutsch: „Geisterspuk in Peng-lai“) beschrieben, wie sein berühmter Richter Di bei der Lösung eines Kriminalfalles zu einer zweiten Nebenfrau kam, obwohl er eigentlich mit der Hauptfrau und der ersten Nebenfrau sehr zufrieden war.

… mein liebster GULIK

Das Zeichen für einen Rechtsfall: an

Es ist die erste Station der langen Karriere des Richters, die unruhige Stadt Peng-lai im Norden, an der Grenze zu den Herrschaftsgebieten der Tataren und der Koreaner. Und es ist der fünfte Band der Serie Robert van Guliks über den Richter Di.

Trotz seiner Jugend – er ist 33 Jahre alt – und dem Mangel an taktischen Erfahrungen im Umgang mit den lokalen Autoritäten gelingt es dem Richter in wenigen Tagen, die imperiale Macht zu stabilisieren und – gegründet auf den gesunden Menschenverstand – Vertrauen in seine Person und sein Team zu wecken. Nun muss das Verschwinden einer Person aufgeklärt werden, der frisch verheirateten Frau des Reeders Koo, also einer Person der Oberschicht. Das achte Kapitel des Bandes erzählt im Detail, wie der Reeder dem Gericht die mögliche Entführung oder den möglichen Mord an seiner Ehefrau, einer Tochter aus dem gutem Hause Tsao, mitteilt und damit dem Richter die Aufklärung zur Pflicht macht.


Die Hafenstadt Penglai (蓬 莱 市, pinyin: Pénglái shì) gibt es heute noch, sie liegt westlich des bekannteren Yantai an der Bohai-Bucht in der Provinz Shandong und ist Teil der Großgemeinde Yantai. Vermutlich geht auch heute wie vor Jahrhunderten ein Großteil des chinesischen Seehandels mit Firmen aus beiden koreanischen Staaten über Penglai und Yantai. Diese Umgebung – Seehandel, Schmuggel, Sprach- und Kulturmix, Bandenkriminalität und Prostitution – prägt die Tochter des Literaten und Landbesitzers Tsao – durch ihren Vater vermeintlich auf dem Landgut beschützt.

Die junge Frau aber entgeht nur Tage nach ihrer Hochzeit um wenige Zentimeter einem Mordanschlag, gerät auf der Flucht in die Fänge einer kriminellen Bande, die sie als Prostituierte missbraucht.  Nach all diesen brutalen Erlebnissen wird sie von der verängstigten Bordellbesitzerin dem Gericht übergeben – damit wäre der Fall der vermissten Braut aufgeklärt. Aber – die Normen der „guten Gesellschaft“ verbieten die „Rückgabe“ an Ehemann oder Vater – der geschändeten jungen Frau, der „beschädigten Ware“ wird Selbstmord nahegelegt! Für den Weg in ein Kloster fühlt sie sich nicht reif genug – sie sieht keinen Ausweg. Richter Di, ein Vorläufer der aufgeklärten Juristen der Neuzeit, bietet ihr die aus seiner Sicht beste Alternative – eine Nebenfrau in seinem Haushalt, da sie nicht unansehnlich ist, mit seiner ersten, der Hauptfrau vermutlich gut zurechtkommt und ihm – wie gesagt – rechtmäßig vier Frauen zustehen. Robert van Gulik lässt Richter Di in einem anderen Band der Krimi-Serie („The Chinese Nail Murders“) ein happy-end für die junge Frau und auch den geplagten Richter formulieren: „Er reflektierte, dass er wirklich sehr viel Glück mit seinen Frauen hatte. Seine First Lady war eine sehr kultivierte Frau, die älteste Tochter seines besten Freundes. Das gute Verständnis zwischen ihnen war ihm immer eine große Hilfe in Zeiten der beruflichen Anspannung und ihre zwei Söhne waren eine ständige Quelle der Freude. Seine zweite Frau war nicht ganz so gebildet, aber sie sah gut aus, war mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattet und führte den großen Haushalt sehr effizient. Die Tochter, die sie ihm geschenkt hatte, besaß denselben ausgeglichenen Charakter.
Seine dritte Frau hatte er aus Penglai mitgebracht, seinem ersten Posten.

Nach einigen schrecklichen Erfahrungen war sie von ihrer Familie verlassen worden und der Richter hatte sie als Gesellschafterin seiner First Lady in sein Haus genommen. Die First Lady war von ihr sehr angetan und hatte schon bald dem Richter nahegelegt, sie zu seiner Frau zu machen. Der hatte sich anfangs gesträubt, er wolle ihre Dankbarkeit nicht ausnutzen. Aber als sie ihm ihre Zuneigung zeigte, hatte er nachgegeben – und es nicht bereut. Sie war eine schöne, liebliche junge Frau und es war gut, dass sie nun zu viert Domino spielen konnten.“

Soviel zum Privatleben des Bezirksrichters Di im alten China!

Nach der Veröffentlichung meiner damaligen Geschichte über Richter Dis Nebenfrauen lehnte ich mich zufrieden zurück und wartete auf Kommentare – wie üblich.

Nun aber, da mich das Thema weiter verfolgte, regten sich der Sozialwissenschaftler, der genießende Leser und der Philosoph in mir, ließen mir keine Ruhe und bringen mich heute zur Präzision gewisser Passagen jener Geschichte.
Was war geschehen? Ich ertappte mich bei intellektueller Oberflächlichkeit – ich hatte den niederländischen Sinologen, Diplomaten und Romancier Robert van Gulik in seiner Beziehung zur chinesischen Stadt Peng-lai als einzelnes, seltsames und bewundernswertes Wesen dargestellt, keine Minute darauf verwandt, ihn soziologisch aus seiner Zeit und aus jener Region des chinesischen Nordostens zu verstehen. Das Wort ist nun in der Welt, man möge mir verzeihen – aber die Redlichkeit des Autoren verlangt eine Präzisierung.
Robert van Gulik, der Holländer, nimmt die Hafenstadt Peng-lai zum Handlungsort der erwähnten Kriminalerzählung „The chinese gold murderers“ (deutsche Version „Gespensterspuk in Pen-lai“) nicht wegen des spannenden Namens, sondern weil er sie kennt – und weil er dort auf holländische Spuren stößt!


Die Stadt selbst taucht unter verschiedenen Namen in den chinesischen Beschreibungen auf: Peng-lai, Dengzhou, Tengchow, Tschi-fu, Tshi-fu, Chefoo, Penglai in unterschiedlichen Beziehungen zum benachbarten Yantai. Auffällig aber die mehrfachen Bezüge zu Firmen und Banken aus den Niederlanden über die Jahrhunderte, die sicherlich dem geübten Auge des Wissenschaftlers und Diplomaten van Gulik bekannt gewesen sein müssten. Holländische Wirtschaftshistoriker und Soziologen weisen nach, dass während der vier Epochen der ökonomischen Aktivitäten des Westens in China vor 1941 (1557-1715, 1715 – 1842, 1842 – 1895 und ab 1895) verstärktes holländisches Auftreten in China vor allem in den beiden Perioden 1715-1842 und nach 1895 mittels Direktinvestitionen zu verzeichnen ist. Für den interessierten Beobachter van Gulik springen ins Auge die Investitionen und das praktische direkte Engagement holländischer Firmen beim Bau von Eisenbahnen und Hafenanlagen.

Einen Höhepunkt bildete der Ausbau der Docks, Wellenbrecher, Hafenanlagen und der Eisenbahnanschlüsse von Yantai und Peng-lai zwischen 1909 und 1923. Die Bauten bestehen noch heute und bilden touristische Attraktionen.
Die wichtigste niederländische Reederei Java-China-Japan-Lijn (JCJL) hatte schon im Jahr 1903 in Yantai/Peng-lai eine ihrer strategisch bedeutendsten Agenturen errichtet. Vermutlich kannte van Gulik aus einer Diplomatenzeit auch führende Persönlichkeiten der beiden großen Unternehmen Nederlandsch Syndicaat voor China (Eisenbahnbau) und Nederlandsche Maatschappij voor Havenwerken (Hafenausbau und -anlagen) – und angesichts der engen Zusammenarbeit der holländischen Firmen mit Niederlassungen aus Deutschland und Großbritannien deren ausländische Partner.
Soweit ein Versuch, Robert van Gulik in seinen Verflechtungen als Diplomat, Wissenschaftler und Schriftsteller zu erkennen.

Robert van Gulik schrieb während eines Aufenthalts in Beirut im Jahre 1956 die drei Kriminalerzählungen The Headless Corps, The Paper Cat, The Murdered Merchant und veröffentlichte sie 1961 zusammengefasst unter dem Titel „The Chinese Nail Murders“.

Er siedelte die Handlungen an in der fiktiven Bezirkshauptstadt Pei-chow – wie er schreibt – „nahe der Nordgrenze des chinesischen Kaiserreiches“.  Im Unterschied zu Peng-lai, der real existiereden Hafenstadt nahe Yantai in der Provinz Shandong, die den Handlungsort eines anderen des Kriminalbandes („The Chinese Gold Murderers“) abgibt, lässt sich eine Stadt Pei-chow (auch unter Verwendung verschiedener Schreibvarianten) nicht nachweisen – weder in der Geschichte noch in der Gegenwart.


Gulik schrieb auf einer Kartenskizze den Namen pei-chow mit den chinesischen Zeichen

Das würde in moderner Schreibweise: Bei-zhou (übersetzt mit Nordland oder Nordprovinz), und in pinyin  běi  zhōu ( 北  州) heißen.

Liest man gründlich die Erzählungen des Bandes, findet man ausreichend Attribute des chinesischen Nordens – die kalten Steppenwinde, die Sandstürme aus den Wüstens des Nordostens, vermutlich heute die Gebiete der äußeren und inneren Mongolei oder Mandschuriens, die einfache Küche, in deren Mittelpunkt Wild und Fisch standen.

Man findet Verwandtschaftsbeziehungen der Bewohner dieser chinesischen Stadt zu Familien der Tatarenstämme, Hinweise auf Kleidungsstücke wie Turbane und Kapuzen der Tataren.

Liebte Robert van Gulik also besonders den chinesischen Nordosten? Die fiktive Stadt pei-chow lässt die Antwort offen, auch der Biograph Janwillem van de Wetering umgeht diese Frage. Man kann natürlich davon ausgehen, dass Gulik die wissenschaftliche und Reiseliteratur der europäischen Entdecker des 19. Jahrhunderts gekannt hat,

so die Publikation „Entdeckungsreisen in China“ des deutschen Geographen und Geologen Ferdinand von Richthofen – auf dessen Berichte über die Kohlevorkommen in China sich die wilhelminischen Eroberer des „Pachtgebietes“ in Shandong stützten.

In der neuesten Zeit angekommen, sind wir bei den imperialen Widersprüchen und militärischen Konflikten der Großmächte Rußland, Japan, Deutschland – ausgefochten auf chinesischem Boden, dabei das Blut von Chinesen skrupellos vergießend.

Der Traum des Zaren 1904


Mein Jugendtraum, seine Erfüllung Jahrzehnte aufgeschoben, klopft nun ans Fenster – Anfang 2019 ! Das legendäre Port Arthur werde ich in wenigen Wochen betreten. Meine jüngeren Freunde und Gesprächspartner mögen mir den intellektuellen Überfall verzeihen, für sie erscheint dieser Ort in China (wie auch die Seeschlacht von Tsushima) so weit weg, die historische Periode der brutalen neuzeitlichen Kriege um dieses Felsennest am Gelben Meer lässt keine Saite in ihrer Gefühlswelt erzittern. Über einhundert Jahre sind vergangen, seit sich die Kaiser von Russland, Japan und China den wirtschaftlichen und weltpolitischen Einfluss im „Fernen Osten“ (in europäischer Sicht), auf uraltem chinesischen Kulturboden militärisch streitig machten und den Ortsnamen Port Arthur in die Schlagzeilen der Telegraphenmeldungen und Zeitungen brachten.

Der Name des Festungsortes war zwar englisch, wurde aber durch die russischen Eroberer genutzt – vielleicht um die zivilisierende, globalisierende Mission der Ausländer in China zu unterstreichen. Was uns revolutionsbewusste Jugendliche vor Jahrzehnten beim Hören der Namen Port Arthur, Tsushima und Kreuzer Warjag bewegte, waren die Strahlen der Morgensonne, die uns aus jenen blutigen Szenen der Weltgeschichte um 1904/05 entgegen leuchteten: In den glühenden Augen der Helden Lenin, Mao und Che Guevara lasen wir die geschichtliche Wahrheit, dass gerade die epochale Niederlage der russischen Flotte und des russischen Heeres gegen die junge aufstrebende asiatische Nation Japan die erste russische Revolution von 1905 entstehen ließ. Russen, Türken, Mexikaner, Chinesen wurden aus Objekten, aus Schachfiguren der Großmächte zu historischen Akteuren. Der Hegelsche Weltgeist, den wir begeistert studierten, suggerierte die Symbolkraft des Namens Port Arthur (also: Niederlage des russischen Zarenreiches = Asche, aus der die Oktoberrevolution entspringt) für die globale Revolution des 20. Jahrhunderts. Die Hegelsche Dialektik ließ uns auch verstehen, wie sich die blutige Tradition des japanischen Faschismus, aus den Siegen gegen China und Russland vor über einhundert Jahren erwachsen, zum Sprengstoff für revolutionäre Bewegungen in Asien verwandelte.

Nun aber zu unserem Port Arthur zurück: in der nunmehrigen nordostchinesischen Hafenmetropole DALIAN finden sich heute Spuren jener Tage. Die meisten europäischen gedruckten Reiseführer ignorieren geflissentlich diese Fakten und Fotos. Ich fand glücklicherweise den Rowohlt-Verlag auch hier auf der Seite der Revolutionäre: vor über zwanzig Jahren hatten die Lektoren den Bielefelder Autoren Hartwig Bögeholz entdeckt und seine China-Impressionen in der Reihe „Anders reisen“ im Jahre 1997 publiziert. S. 184 ff: Ein Genuss !!! Und dessen Eindrücke über Port Arthur-Danian-Lüshun sollte man auf die Reise mitnehmen – was ich tun werde. Vor allem werde ich die Chinesen fragen, was aus ihrem Traum, Dalian zu einem zweiten Hongkong werden zu lassen, geworden ist.

Dr. Dieter Weigert, Berlin Prenzlauer Berg
Sonntag, d. 29. August 2021 (noch mitten in der CORONA-Zeit)

PS. Für diejenigen Leser, die mir seit 2018 treu sind, ist eine Bitte um Verzeihung angebacht – der heutige Beitrag verwendete Passagen und Abbildungen aus blogs früherer Perioden (alles möglich im Rahmen von WordPress). Sollte Ihnen das nicht gefallen – schreiben Sie einen bösen Kommentar!
Wer mir nicht glaubt, dass ich 2019 in Qingdao und anderen Städten war – hier eine kleine Auslese der bildlichen Belege – ohne Titel und ohne Kommentar:

Zur Ergänzung für die Herren Röttgen

Kriegstreiber Röttgen

und Nouripour,

und auch für die Trampolineuse ANNABELLA:

Vor 11 Monaten habe ich hier an dieser Stelle geschrieben:

WIDMUNG: Von allen mir bekannten Politikern ist Norbert Röttgen derjenige mit einer solch pathologischen Verachtung für das chinesische Volk und dessen epochemachenden Leistungen der letzten Jahrzehnte, dass ich nicht umhin kann, ihm diese Fotos ohne Text und ohne Kommentar zu widmen. Mit der Hoffnung auf eine Nicht-Wiederwahl zum Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages Dr. Dieter Weigert, Berlin Prenzlauer Berg 29. August 2021

Heute, im Sommer 2022, ist die politische Lage verändert – Norbert Röttgens Partei hat die letzten Bundestagswahlen verloren, also aus der Traum vom Vorsitz des Auswärtigen Ausschusses. Aber dann kam der Krieg und die Schießwütigen haben Oberwasser. Und CHINA ist nun offizieller Hauptfeind Nr. 2 ! Soll die keinen wirklich abschreckende Bundeswehr gegen die Millionenarmee der Volksrepublik China gemeinam mit den USA, Australien etc. antreten? Man möchte diesen Leuten nicht nur zurufen – ab an die Ostfront ! Man muss ihnen entgegenschleudern – ab an die Front nach Fernost ! Da gibt s blutige Nasen – da sind noch Rechnungen offen – seit der Hunnenrede des Kaisers.

Bei den Erinnerungen an die VOR-CORONA-ZEIT schleicht sich vor mein inneres Auge jene Reise nach Nordostchina im Jahre 2019. Damals wollte mich einstimmen mit leichter Lektüre: Die schöne Li, das Perlenhemd, die törichte Buhle und natürlich I GING – das Buch der Wandlungen!

Auch das bot sich an

Leicht und flüssig die Erzählungen, die Moral locker dahingesprochen wie bei den Fabeln La Fontaines: Ein Jüngling auf dem Wege zur kaiserlichen Beamtenprüfung in der Hauptstadt, also dem sicheren Sprungbrett zur Karriere, wird von einem Mädchen und ihrer erfahrenen Kupplerin um seine Reisekasse geprellt. Sie gefällt ihm, er verfällt ihr mit Kasse und allen Reiseplänen, Familienpflichten und Verantwortung gegenüber den alten Eltern. Dieses Thema mehrfach variiert, auch ein Greis mit einigem Reichtum verfällt den Reizen des Mädchens („Die Kleine Nai“). Die Schönen haben erregende Namen – die schöne Li, die schöne Tu, Duftwolke und Morgenröte. Selbst der reiche Buchhändler Tschang „in seiner imposanten Fülle“ im gelben Rock eines Mandarins  lässt sich von den körperlichen Vorzügen der „Pfirsichblüte“ und „Nephritwolke“ vom rechten Weg, von der Erfüllung seiner Pflichten abbringen – hat aber Glück, wird begnadigt und landet nicht  in der Gosse. Ich glaubte schon auf dem rechten literarischen Weg zu sein – doch dann wurde es philosophisch. Zum Nachtisch hatte ich „I ging“, das „Buch der Wandlungen“, zurechtgelegt.

(eigentlich Yijing 易经, Pinyin  jīng)

Aber – unter der Überschrift „Mong – die Jugendtorheit“ fand ich zu meinem Erstaunen fünf tausend Jahre alte Rezepte, wie diesen Verirrungen der Jünglinge begegnet werden sollte: ein Zeichen aus 13 Strichen, beginnend mit dem oberen Querstrich, angeschlossen die beiden oberen kleinen Längsstriche. Und nach dem mittleren horizontalen Teilungsstrich eine Gruppe verbundener Striche, die ein Tier darstellen könnte – ein Rückgrat, ein Schwanz und nach links vier Füße! Also ein Haustier, ein Hausschwein! Was hat das Hausschwein mit den Torheiten des Jünglings zu schaffen?

Die chinesische Schrift hat ihre Ordnungsprinzipien – keine Willkür in der Reihenfolge der Striche, keine Willkür in der Richtung, wie der Pinsel oder Kugelschreiber die Striche aufs Papier bringt. Also auch keine Willkür in der Deutung der vielfachen Verwendung des Tier-Zeichens mit seinen nur sieben Strichen:

Das moderne Wörterbuch erklärt die Silbe als meng, in unseren Breiten ausgesprochen MANG, im zeitgenössischen Chinesischen je nach Bedeutung in der ersten, zweiten oder dritten Aussprachegruppe. Das Hausschwein geht in seiner bildlichen Gestalt verloren, aber das Zeichen erhält vielfache Interpretationsvarianten!  Zu unserer Überraschung gehen aber die Bedeutungen nicht allzusehr auseinander – und haben alle einen interessanten Bezug zu unserem Jüngling und seinen Irrungen – hier nur einige Beispiele: Genie, hintergehen, beschwindeln, betrügen, Kopf verlieren, benommen, bewusstlos, Elefant – in Zusammensetzungen: Betäubungsmittel, Schlaftrunk, verhüllen,  verkleiden, Halbschlaf, Sand in die Augen streuen, dunstig, neblig, schummeln.

Nun stecke ich fest im Philosophischen, erinnere mich an meine Jugendlektüre – wie bei Balzac und Dumas der französische Jüngling aus der Provinz wie einst Bonaparte sein Glück in Paris macht – im Gegensatz zum törichten und sinnlich anfälligen Chinesen lässt er sich nicht ablenken auf dem Weg zu Ruhm, Reichtum und Ehre.

Im Gespräch mit einem chinesischen Freund aber kam gestern die Ernüchterung! Er gab zu bedenken, ob nicht die heutigen europäischen jungen Männer bei der Lektüre der Erzählungen von Balzac und Dumas die Rationalität und Strategie zur Maxime machten, aber das Risiko auf dem Wege nach oben, auf dem Wege in die weite Welt scheuten.

Er meinte, dass manche Berater chinesischer Politiker und Wirtschaftslenker von heute im stillen Kämmerlein munkeln, dass sich westliche Minister, Präsidenten, Konzernbosse immer noch vom Image jener Figuren aus den chinesischen Novellen und Kurzgeschichten leiten lassen, wenn sie zögerlich, halbherzig, zaudernd auf die verlockenden Angebote zur langfristigen Zusammenarbeit reagieren.

Zurück zur Lektüre – nach dem törichten Jüngling nun zu drei Mädchen und drei Wüstlungen – wobei ich bei Robert van Gulik angelangt wäre.

CHINA in der Tang-Periode, also in den Jahren 630 bis 700 unserer Zeitrechnung. Eine scheinbar leicht aufzulösende Kriminalgeschichte – drei sehr junge Mädchen, davon ein Zwillingspaar, und drei ältere Wüstlinge. Zwei der drei Herren werden in schneller Folge ermordet, der ermittelnde Richter, gleichzeitig Kriminaldirektor der Stadt, erkennt, dass die Aufklärung der zusammenhängenden Fälle in der Vergangenheit der Mädchen und der drei Herren beginnen muss. Die einfache Rechnung – jeder Wüstling hatte eines der Mädchen gekauft und brutal misshandelt, dass sich nun rächt – geht nicht auf!
Obwohl ich gern anknüpfen würde an den vorigen Geschichten vom schönen Mädchen und dem törichten Jüngling aus dem kaiserlichen China,

Robert van Gulik

verlangt die Redlichkeit vom Schreiber den Bruch und die Offenlegung der nunmehrigen Quelle: mehr als ein Dutzend Bände von Kriminalerzählungen, erschienen erstmals zwischen 1950 und 1968 in englisch, niederländisch und japanisch aus der Feder des niederländischen Diplomaten, Historikers, Sinologen, Musikers und Zeichners Robert van Gulik (1910 – 1967).

Alle Handlungsfäden der sehr unterschiedlichen Geschichten, angesiedelt in verschiedenen Regionen und Städten des Kaiserreiches, laufen zusammen in einer Person, des Richters Di (englisch Dee), seiner Familie und einer kleinen Gruppe von Mitarbeitern  Es sind nun nicht mehr die Erzählstile der verschiedenen chinesischen Autoren, die wundersame Verknüpfung von Schicksalen junger Menschen in den Jahrhunderten des Reiches der Mitte, die uns beeindrucken, sondern hier versucht uns erfolgreich ein europäischer Autor, Kenner der Materie durch Spannung, Details aus der Tätigkeit von Polizei, Verwaltung, Militär, durch die Offenlegung psychologischer Strukturen, Denkweisen, Tiefen der Motivationen von Händlern, Beamten, Kurtisanen, Künstler, Studenten, Krimineller das innere Wesen Chinas nahezubringen. Man spürt in jeder Zeile, in jeder Zeichnung die Liebe des Autoren zu diesen Menschen, das Mitgefühl in einer Zeit der Kriege, Bürgerkriege, der Hungersnöte und des politischen Terrors.
Doch zurück zu jenen drei Mädchen und ihren Schicksalen – nachzulesen im Erzählband „The Willow Pattern“ (deutsch: „Mord nach Muster“), geschrieben 1964 und in Fortsetzungen zuerst in den Niederlanden veröffentlicht.
Die Fabel: ein schon nicht mehr sehr junger Sohn aus dem reichem Hause Mei der kaiserlichen Residenz kauft eine sehr junge Kurtisane aus einem Bordell, macht sie zu seiner Ehefrau, umgibt sie mit Luxus und verschleiert in der „guten Gesellschaft“ ihre Herkunft. Das Mädchen, die nunmehrige Ehefrau, leidet unter der Isolation und Monotonie ihres Daseins, brennt mit einem Mann aus einer anderen Familie (Hoo) der Oberschicht durch, wird im Geheimen zu einer Perle der sexuellen Orgien in der Oberschicht, an der auch ihr bisheriger Ehemann teilhat. Der neue Liebhaber jedoch sucht daneben erotische Abenteuer durch die Verführung junger Mädchen in Komplizenschaft mit einem ebenfalls reichen und amoralischen Nachbarn (Yee), dem die schönen Zwillinge aber zum tödlichen Verhängnis werden. Der reiche Ehemann Mei aber kann trotz der erotischen Zerstreuungen seine Eifersucht nicht beherrschen, überrascht seine Frau mit ihrem Liebhaber im eigenen Hause und bezahlt diese Entdeckung mit dem Leben.

Richter Di schafft es, die Fäden des scheinbar unlösbaren Falles aufzutroddeln und den dritten noch lebenden Wüstling aufs Schafott zu bringen – durch den Nachweis, dass einer der drei Wüstlinge die Mutter der beiden schönen Zwillinge auf dem Gewissen hat und Rache das Motiv der Tötung des dritten Mannes Yee war.
Anregung genug, bei van Gulik weiterzulesen – zum Beginn seiner Karriere als Richter in der Provinz und dem Gewinn einer neuen, zusätzlichen Nebenfrau! Eine Liebesgeschichte im alte China !!!

Vier Frauen durfte ein Bezirksrichter im kaiserlichen China haben, sie wohnten im geräumigen Gerichtsgebäude, hatten ihr eigenes abgetrenntes Privatquartier für sich, für die Kinder und Dienstboten. Robert van Gulik, der holländische Sinologe und Diplomat des 20. Jahrhunderts, hatte en passant in dem Band „The chinese gold murderers“ (deutsch: „Geisterspuk in Peng-lai“) beschrieben, wie sein berühmter Richter Di bei der Lösung eines Kriminalfalles zu einer zweiten Nebenfrau kam, obwohl er eigentlich mit der Hauptfrau und der ersten Nebenfrau sehr zufrieden war.

… mein liebster GULIK

Das Zeichen für einen Rechtsfall: an

Es ist die erste Station der langen Karriere des Richters, die unruhige Stadt Peng-lai im Norden, an der Grenze zu den Herrschaftsgebieten der Tataren und der Koreaner. Und es ist der fünfte Band der Serie Robert van Guliks über den Richter Di.

Trotz seiner Jugend – er ist 33 Jahre alt – und dem Mangel an taktischen Erfahrungen im Umgang mit den lokalen Autoritäten gelingt es dem Richter in wenigen Tagen, die imperiale Macht zu stabilisieren und – gegründet auf den gesunden Menschenverstand – Vertrauen in seine Person und sein Team zu wecken. Nun muss das Verschwinden einer Person aufgeklärt werden, der frisch verheirateten Frau des Reeders Koo, also einer Person der Oberschicht. Das achte Kapitel des Bandes erzählt im Detail, wie der Reeder dem Gericht die mögliche Entführung oder den möglichen Mord an seiner Ehefrau, einer Tochter aus dem gutem Hause Tsao, mitteilt und damit dem Richter die Aufklärung zur Pflicht macht.


Die Hafenstadt Penglai (蓬 莱 市, pinyin: Pénglái shì) gibt es heute noch, sie liegt westlich des bekannteren Yantai an der Bohai-Bucht in der Provinz Shandong und ist Teil der Großgemeinde Yantai. Vermutlich geht auch heute wie vor Jahrhunderten ein Großteil des chinesischen Seehandels mit Firmen aus beiden koreanischen Staaten über Penglai und Yantai. Diese Umgebung – Seehandel, Schmuggel, Sprach- und Kulturmix, Bandenkriminalität und Prostitution – prägt die Tochter des Literaten und Landbesitzers Tsao – durch ihren Vater vermeintlich auf dem Landgut beschützt.

Die junge Frau aber entgeht nur Tage nach ihrer Hochzeit um wenige Zentimeter einem Mordanschlag, gerät auf der Flucht in die Fänge einer kriminellen Bande, die sie als Prostituierte missbraucht.  Nach all diesen brutalen Erlebnissen wird sie von der verängstigten Bordellbesitzerin dem Gericht übergeben – damit wäre der Fall der vermissten Braut aufgeklärt. Aber – die Normen der „guten Gesellschaft“ verbieten die „Rückgabe“ an Ehemann oder Vater – der geschändeten jungen Frau, der „beschädigten Ware“ wird Selbstmord nahegelegt! Für den Weg in ein Kloster fühlt sie sich nicht reif genug – sie sieht keinen Ausweg. Richter Di, ein Vorläufer der aufgeklärten Juristen der Neuzeit, bietet ihr die aus seiner Sicht beste Alternative – eine Nebenfrau in seinem Haushalt, da sie nicht unansehnlich ist, mit seiner ersten, der Hauptfrau vermutlich gut zurechtkommt und ihm – wie gesagt – rechtmäßig vier Frauen zustehen. Robert van Gulik lässt Richter Di in einem anderen Band der Krimi-Serie („The Chinese Nail Murders“) ein happy-end für die junge Frau und auch den geplagten Richter formulieren: „Er reflektierte, dass er wirklich sehr viel Glück mit seinen Frauen hatte. Seine First Lady war eine sehr kultivierte Frau, die älteste Tochter seines besten Freundes. Das gute Verständnis zwischen ihnen war ihm immer eine große Hilfe in Zeiten der beruflichen Anspannung und ihre zwei Söhne waren eine ständige Quelle der Freude. Seine zweite Frau war nicht ganz so gebildet, aber sie sah gut aus, war mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattet und führte den großen Haushalt sehr effizient. Die Tochter, die sie ihm geschenkt hatte, besaß denselben ausgeglichenen Charakter.
Seine dritte Frau hatte er aus Penglai mitgebracht, seinem ersten Posten.

Nach einigen schrecklichen Erfahrungen war sie von ihrer Familie verlassen worden und der Richter hatte sie als Gesellschafterin seiner First Lady in sein Haus genommen. Die First Lady war von ihr sehr angetan und hatte schon bald dem Richter nahegelegt, sie zu seiner Frau zu machen. Der hatte sich anfangs gesträubt, er wolle ihre Dankbarkeit nicht ausnutzen. Aber als sie ihm ihre Zuneigung zeigte, hatte er nachgegeben – und es nicht bereut. Sie war eine schöne, liebliche junge Frau und es war gut, dass sie nun zu viert Domino spielen konnten.“

Soviel zum Privatleben des Bezirksrichters Di im alten China!

Nach der Veröffentlichung meiner damaligen Geschichte über Richter Dis Nebenfrauen lehnte ich mich zufrieden zurück und wartete auf Kommentare – wie üblich.

Nun aber, da mich das Thema weiter verfolgte, regten sich der Sozialwissenschaftler, der genießende Leser und der Philosoph in mir, ließen mir keine Ruhe und bringen mich heute zur Präzision gewisser Passagen jener Geschichte.
Was war geschehen? Ich ertappte mich bei intellektueller Oberflächlichkeit – ich hatte den niederländischen Sinologen, Diplomaten und Romancier Robert van Gulik in seiner Beziehung zur chinesischen Stadt Peng-lai als einzelnes, seltsames und bewundernswertes Wesen dargestellt, keine Minute darauf verwandt, ihn soziologisch aus seiner Zeit und aus jener Region des chinesischen Nordostens zu verstehen. Das Wort ist nun in der Welt, man möge mir verzeihen – aber die Redlichkeit des Autoren verlangt eine Präzisierung.
Robert van Gulik, der Holländer, nimmt die Hafenstadt Peng-lai zum Handlungsort der erwähnten Kriminalerzählung „The chinese gold murderers“ (deutsche Version „Gespensterspuk in Pen-lai“) nicht wegen des spannenden Namens, sondern weil er sie kennt – und weil er dort auf holländische Spuren stößt!


Die Stadt selbst taucht unter verschiedenen Namen in den chinesischen Beschreibungen auf: Peng-lai, Dengzhou, Tengchow, Tschi-fu, Tshi-fu, Chefoo, Penglai in unterschiedlichen Beziehungen zum benachbarten Yantai. Auffällig aber die mehrfachen Bezüge zu Firmen und Banken aus den Niederlanden über die Jahrhunderte, die sicherlich dem geübten Auge des Wissenschaftlers und Diplomaten van Gulik bekannt gewesen sein müssten. Holländische Wirtschaftshistoriker und Soziologen weisen nach, dass während der vier Epochen der ökonomischen Aktivitäten des Westens in China vor 1941 (1557-1715, 1715 – 1842, 1842 – 1895 und ab 1895) verstärktes holländisches Auftreten in China vor allem in den beiden Perioden 1715-1842 und nach 1895 mittels Direktinvestitionen zu verzeichnen ist. Für den interessierten Beobachter van Gulik springen ins Auge die Investitionen und das praktische direkte Engagement holländischer Firmen beim Bau von Eisenbahnen und Hafenanlagen.

Einen Höhepunkt bildete der Ausbau der Docks, Wellenbrecher, Hafenanlagen und der Eisenbahnanschlüsse von Yantai und Peng-lai zwischen 1909 und 1923. Die Bauten bestehen noch heute und bilden touristische Attraktionen.
Die wichtigste niederländische Reederei Java-China-Japan-Lijn (JCJL) hatte schon im Jahr 1903 in Yantai/Peng-lai eine ihrer strategisch bedeutendsten Agenturen errichtet. Vermutlich kannte van Gulik aus einer Diplomatenzeit auch führende Persönlichkeiten der beiden großen Unternehmen Nederlandsch Syndicaat voor China (Eisenbahnbau) und Nederlandsche Maatschappij voor Havenwerken (Hafenausbau und -anlagen) – und angesichts der engen Zusammenarbeit der holländischen Firmen mit Niederlassungen aus Deutschland und Großbritannien deren ausländische Partner.
Soweit ein Versuch, Robert van Gulik in seinen Verflechtungen als Diplomat, Wissenschaftler und Schriftsteller zu erkennen.

Robert van Gulik schrieb während eines Aufenthalts in Beirut im Jahre 1956 die drei Kriminalerzählungen The Headless Corps, The Paper Cat, The Murdered Merchant und veröffentlichte sie 1961 zusammengefasst unter dem Titel „The Chinese Nail Murders“.

Er siedelte die Handlungen an in der fiktiven Bezirkshauptstadt Pei-chow – wie er schreibt – „nahe der Nordgrenze des chinesischen Kaiserreiches“.  Im Unterschied zu Peng-lai, der real existiereden Hafenstadt nahe Yantai in der Provinz Shandong, die den Handlungsort eines anderen des Kriminalbandes („The Chinese Gold Murderers“) abgibt, lässt sich eine Stadt Pei-chow (auch unter Verwendung verschiedener Schreibvarianten) nicht nachweisen – weder in der Geschichte noch in der Gegenwart.


Gulik schrieb auf einer Kartenskizze den Namen pei-chow mit den chinesischen Zeichen

Das würde in moderner Schreibweise: Bei-zhou (übersetzt mit Nordland oder Nordprovinz), und in pinyin  běi  zhōu ( 北  州) heißen.

Liest man gründlich die Erzählungen des Bandes, findet man ausreichend Attribute des chinesischen Nordens – die kalten Steppenwinde, die Sandstürme aus den Wüstens des Nordostens, vermutlich heute die Gebiete der äußeren und inneren Mongolei oder Mandschuriens, die einfache Küche, in deren Mittelpunkt Wild und Fisch standen.

Man findet Verwandtschaftsbeziehungen der Bewohner dieser chinesischen Stadt zu Familien der Tatarenstämme, Hinweise auf Kleidungsstücke wie Turbane und Kapuzen der Tataren.

Liebte Robert van Gulik also besonders den chinesischen Nordosten? Die fiktive Stadt pei-chow lässt die Antwort offen, auch der Biograph Janwillem van de Wetering umgeht diese Frage. Man kann natürlich davon ausgehen, dass Gulik die wissenschaftliche und Reiseliteratur der europäischen Entdecker des 19. Jahrhunderts gekannt hat,

so die Publikation „Entdeckungsreisen in China“ des deutschen Geographen und Geologen Ferdinand von Richthofen – auf dessen Berichte über die Kohlevorkommen in China sich die wilhelminischen Eroberer des „Pachtgebietes“ in Shandong stützten.

In der neuesten Zeit angekommen, sind wir bei den imperialen Widersprüchen und militärischen Konflikten der Großmächte Rußland, Japan, Deutschland – ausgefochten auf chinesischem Boden, dabei das Blut von Chinesen skrupellos vergießend.

Der Traum des Zaren 1904


Mein Jugendtraum, seine Erfüllung Jahrzehnte aufgeschoben, klopft nun ans Fenster – Anfang 2019 ! Das legendäre Port Arthur werde ich in wenigen Wochen betreten. Meine jüngeren Freunde und Gesprächspartner mögen mir den intellektuellen Überfall verzeihen, für sie erscheint dieser Ort in China (wie auch die Seeschlacht von Tsushima) so weit weg, die historische Periode der brutalen neuzeitlichen Kriege um dieses Felsennest am Gelben Meer lässt keine Saite in ihrer Gefühlswelt erzittern. Über einhundert Jahre sind vergangen, seit sich die Kaiser von Russland, Japan und China den wirtschaftlichen und weltpolitischen Einfluss im „Fernen Osten“ (in europäischer Sicht), auf uraltem chinesischen Kulturboden militärisch streitig machten und den Ortsnamen Port Arthur in die Schlagzeilen der Telegraphenmeldungen und Zeitungen brachten.

Der Name des Festungsortes war zwar englisch, wurde aber durch die russischen Eroberer genutzt – vielleicht um die zivilisierende, globalisierende Mission der Ausländer in China zu unterstreichen. Was uns revolutionsbewusste Jugendliche vor Jahrzehnten beim Hören der Namen Port Arthur, Tsushima und Kreuzer Warjag bewegte, waren die Strahlen der Morgensonne, die uns aus jenen blutigen Szenen der Weltgeschichte um 1904/05 entgegen leuchteten: In den glühenden Augen der Helden Lenin, Mao und Che Guevara lasen wir die geschichtliche Wahrheit, dass gerade die epochale Niederlage der russischen Flotte und des russischen Heeres gegen die junge aufstrebende asiatische Nation Japan die erste russische Revolution von 1905 entstehen ließ. Russen, Türken, Mexikaner, Chinesen wurden aus Objekten, aus Schachfiguren der Großmächte zu historischen Akteuren. Der Hegelsche Weltgeist, den wir begeistert studierten, suggerierte die Symbolkraft des Namens Port Arthur (also: Niederlage des russischen Zarenreiches = Asche, aus der die Oktoberrevolution entspringt) für die globale Revolution des 20. Jahrhunderts. Die Hegelsche Dialektik ließ uns auch verstehen, wie sich die blutige Tradition des japanischen Faschismus, aus den Siegen gegen China und Russland vor über einhundert Jahren erwachsen, zum Sprengstoff für revolutionäre Bewegungen in Asien verwandelte.

Nun aber zu unserem Port Arthur zurück: in der nunmehrigen nordostchinesischen Hafenmetropole DALIAN finden sich heute Spuren jener Tage. Die meisten europäischen gedruckten Reiseführer ignorieren geflissentlich diese Fakten und Fotos. Ich fand glücklicherweise den Rowohlt-Verlag auch hier auf der Seite der Revolutionäre: vor über zwanzig Jahren hatten die Lektoren den Bielefelder Autoren Hartwig Bögeholz entdeckt und seine China-Impressionen in der Reihe „Anders reisen“ im Jahre 1997 publiziert. S. 184 ff: Ein Genuss !!! Und dessen Eindrücke über Port Arthur-Danian-Lüshun sollte man auf die Reise mitnehmen – was ich tun werde. Vor allem werde ich die Chinesen fragen, was aus ihrem Traum, Dalian zu einem zweiten Hongkong werden zu lassen, geworden ist.

Dr. Dieter Weigert, Berlin Prenzlauer Berg
Sonntag, d. 29. August 2021 (noch mitten in der CORONA-Zeit)

PS. Für diejenigen Leser, die mir seit 2018 treu sind, ist eine Bitte um Verzeihung angebacht – der heutige Beitrag verwendete Passagen und Abbildungen aus blogs früherer Perioden (alles möglich im Rahmen von WordPress). Sollte Ihnen das nicht gefallen – schreiben Sie einen bösen Kommentar!
Wer mir nicht glaubt, dass ich 2019 in Qingdao und anderen Städten war – hier eine kleine Auslese der bildlichen Belege – ohne Titel und ohne Kommentar:

Also bis dann in vier Wochen – Dieter Weigert, Berlin

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